Fashion Revolution Week - Wie auch du diese Woche zum Fashion Revolutionär wirst


Naeherinnen mit I-made-your-clothes-Schildern

Fashion Revolution Week - Wie auch du diese Woche zum Fashion Revolutionär wirst


Am 24. April 2013 geschah wohl das größte Unglück der Modeindustrie: Das Rana Plaza Gebäude in Bangladesh stürzte ein. 1138 Personen starben und weitere 2500 wurden verletzt. Diese Tragödie rüttelte Menschen auf der ganzen Welt wach und immer mehr fragten sich, unter welchen Bedingungen ihre Kleidung hergestellt wird. Die Fashion Revolution begann. Menschen verlangten Transparenz von Marken und wünschten sich eine Veränderung der Industrie. Diese Stimmen wurden gehört. Die Branche beginnt sich zu verändern. Immer mehr Labels sind transparenter über die Art und Weise wie ihre Kleidung hergestellt wird. Immer mehr Labels setzen sich für sicherere Arbeitsbedingungen ein.
Aber leider wird der Großteil der verkauften Mode immer noch unter schlimmen Bedingungen für Mensch und Umwelt hergestellt. Deshalb ist Fashion Revolution so wichtig. Und den Höhepunkt dieser Bewegung bildet jedes Jahr die Woche um den 24. April, in der besonders auf das Thema aufmerksam gemacht.
Wir wissen alle, dass man kein Politiker sein muss, um etwas zu verändern und Bewusstsein für etwas zu schaffen. Für all diejenigen, die vielleicht noch nach Inspiration suchen, hier sind ein paar Tipps, die euch in der Woche vom 22.-28- April zum Fashion Revolutionär machen:

Label am Kleidungsstück

#whomademyclothes

Das ist die wohl bekannteste Initiative von Fashion Revolution und der ein oder andere weiß vielleicht schon was zu tun ist:
Nimm ein Kleidungsstück von dir und zieh es falsch herum und mit dem Etikett nach vorne an und schieß ein Selfie. Lade es jetzt auf Social Media hoch, markiere das Label und frage #whomademyclothes?
Es geht darum den Labels bewusst zu machen, dass wir uns als Gesellschaft dafür interessieren unter welchen Bedingungen unsere Kleidung hergestellt wird und gleichzeitig Bekannte und Freunde animieren das Gleiche zu tun.

Lokale Events suchen

Während der Fashion Revolution Week finden auf der ganzen Welt verschiedenste Veranstaltungen statt. Schau einfach mal auf der website von Fashion Revolution, ob es in deiner Nähe Vorträge, Modenschauen, Upcycling Workshops, Kleidertauschparties u.v.m. gibt! Und wenn es keines gibt, organisier dein eigenes! Wie wäre es mit einer Guerilla-Fashion Show an deiner Uni?

Shoppen mit gutem Gewissen

Falls du schon Angst hattest, dass du nie wieder shoppen gehen kannst - keine Bange! Aber versuche mal darauf zu achten, nur faire Mode zu kaufen und Fast Fashion labels zu meiden. Nachhaltige und faire Labels wie [eyd] sprießen gerade nur so aus dem Boden und immer mehr Händler spezialisieren sich auf diese Mode. In den meisten großen Städten gibt es mittlerweile bio-faire Concept Stores und vieles findest du natürlich auch online. Schau dich um und informier dich einfach mal diese Woche!

Bewusstsein schaffen

Du hast dir jetzt sicherlich schon die ein oder anderen Gedanken über die Modeindustrie, und wie sie sich verändern muss, gemacht. Das ist unheimlich wichtig. Ein Bewusstsein dafür zu haben, was mein Kleidungsstück für eine Reise hinter sich hat, von wem und unter welchen Bedingungen es hergestellt wurde, etc. Denn genau das wird leider oft vergessen. Oft ist es für Leute einfacher, nicht darüber nachzudenken welche Konsequenzen ihr Kauf hat, aber am Ende des Tages bezahlt jemand anderes für das „bliss“-Gefühl bei einem Einkauf von fast fashion. Es gibt so viele wunderbare Blogs, Youtube-Kanäle und Magazine, die sich mit diesen Themen auseinandersetzen und mit denen du dich weiterbilden kannst, denn ignorance is not bliss.

Zeit für Textiles Werken

Du hattest es vielleicht in der Schule: Textiles Werken. Hier wurde gestrickt, gehäkelt, gestickt, genäht und geflickt. Falls du Kleidung hast, die vielleicht Löcher hat und die du deshalb wegwerfen wolltest: Versuch es mal mit Flicken. Früher, zu Zeiten deiner Oma, war es noch Gang und Gebe, dass man löchrige Kleidung, wie Socken, geflickt hat. Aber irgendwie scheint es nicht mehr trendy zu sein. Wo zu Zeiten unserer Großeltern noch gekauft wurde, um zu behalten, wird heute gekauft, um wegzuwerfen und wieder neu zu kaufen. Unsere Gesellschaft ist eine Wegwerfgesellschaft geworden! Versuch es diese Woche doch ganz bewusst mal mit dem Motto: Care&Repair. Also schnapp dir Nadel und Faden (google zur Not wie man Löcher flickt) und ran ans Textile Werken!

Stoffballen übereinander gelagert

Spread the message

Wie schon gesagt, es ist super, dass du dir vornimmst diese Woche zum Fashion-Revolutionär zu werden. Weißt du was noch besser wäre? Wenn noch mehr Leute sich das gleiche vornehmen! Also erwähn doch beim nächsten Kaffeeklatsch mit Freunden einfach mal die Fashion Revolution Week und erzähl bisschen was darüber. Oder nimm Tipp 1 und poste dein #whomademyclothes selfie und tagge Freunde, die es auch ausprobieren sollen! So einfach wirst du zum Fashion Revolution Botschafter. Apropos Botschafter: als Student kannst du dich tatsächlich auf der Fashion Revolution website als Botschafter für deine Universität bewerben! Auch falls du LehrerIn sein solltest, gibt es jede Menge Material kostenlos auf der Website zum Download, um deinen Schülern das Thema näherzubringen. Und auch sonst gibt es dort für Jedermann super viele Infos, Fotos und Inspirationen, mir denen du die Nachricht weitertragen kannst!

So, das waren ein paar Tipps, die euch diese Woche zum Fashion-Revolutionär machen! Lasst uns via Instagram wissen, welche Tipps ihr umsetzt!

Aber vergesst nicht: Fashion Revolution sollte nicht nur diese Woche sein, sondern jede Woche. Es ist toll, wenn ihr diese Woche besonders darauf achtet und euch informiert, aber nehmt das mit in den Alltag und seid jeden Tag des Jahres Fashion Revolutionär! Mehr Infos und Inspirationen auf www.fashionrevolution.org.