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Fragen & Antworten

Wir nennen die Dinge gern beim Namen. Und dann machen wir was draus. Auch [eyd] sprichst du am besten aus – und hörst damit, worum es uns im Kern unserer Arbeit geht: aid. Wir wollen zeigen, dass Hilfe (aid) möglich ist. Und dass humanitäre Hilfe ganz unterschiedliche Wege gehen kann. Natürlich kann man [eyd] auch ausbuchstabieren. Enable your dressmaker, heißt das zum Beispiel und ist unser Weg, damit Menschen auf allen Seiten, Helfende und Hilfesuchende, neue Perspektiven bekommen.

Ein Freund hat uns einmal eine gut gekleidete Menschenrechtsinitiative genannt. Das trifft es ganz gut. Wir stehen gegen Menschenhandel ein, klären über die Probleme auf und ermöglichen gleichzeitig Überlebenden einen Neubeginn. Dafür arbeiten wir mit karitativen Partnerwerkstätten zusammen in denen ehemalige Zwangsprostituierte faire Arbeit und neue Hoffnung bekommen. Für sie machen wir das alles. Und für dich entsteht dabei alltagstaugliche Mode mit klaren Werten.

Bei einem Auslandsaufenthalt in Kambodscha wurde Nathalie, eine unserer Gründerinnen, darauf aufmerksam, in welchen Dimensionen Menschenhandel und Zwangsprostitution geschieht und welchen Schaden diese Verbrechen anrichten. Gleichzeitig lernte sie Organisationen kennen, die Frauen aus ihrer Gefangenschaft unter Menschenhändlern und Zuhältern befreien und sie vorübergehend in Schutzhäusern unterbringen. Oft haben die Frauen aber keine Ausbildung, sie sehen keine Alternative zur Prostitution und werden wieder ausgenutzt. Wir durchbrechen diesen Teufelskreis und ermöglichen Frauen den Schritt in ein selbstbestimmtes Leben.

Wir denken das umgekehrt: Ohne unser humanitäres Anliegen würden wir gar keine Mode produzieren. Die Produzentinnen und ihre Perspektiven stehen bei uns im Mittelpunkt, wir passen die Prozesse an ihre Bedürfnisse an. Aufgrund ihrer traumatischen Erfahrungen sind sie zum Beispiel nicht so belastbar sind wie normale Arbeitskräfte. Wir ermöglichen den Frauen daher durch puristische Designs und einfache Verarbeitungstechniken einen tragbaren Alltag, der auch genug Zeit für Freizeitbeschäftigungen, Unterricht und therapeutische Begleitung lässt.

Nathalie und Simon waren bereits Mitgründer des Modelabels GLIMPSE, das von Oktober 2013 bis September 2017 mit Modekollektionen aus Indien auf die Probleme des Menschenhandels aufmerksam gemacht hat. Während GLIMPSE gewachsen ist, sind auch die persönlichen Anliegen der GLIMPSE-Gründer mitgewachsen. Um Platz für diese Anliegen zu machen, lösten die Gründer GLIMPSE als gemeinsames Label auf und schlugen neue Wege ein. Mit [eyd] setzen wir die Kooperation mit der indischen Organisation CHAIIM und den Einsatz für Überlebende der Zwangsprostitution fort.

CHAIIM hat sich auf die Re-Integration von Frauen spezialisiert, die Opfer von Menschenhandel geworden sind. In Mumbai leitet die Organisation dafür eine soziale Nähwerkstatt, in der wir auch die meisten unserer Produkte in Auftrag geben. Neben beruflicher Ausbildung, Arbeit und fairem Gehalt bietet CHAIIM den Frauen auch Schulunterricht und psychologische Betreuung. Zum Team rund um das indische Ehepaar Keith und Ramona Dsouza gehören Sozialarbeiter genauso wie professionelle Schneidermeister. Wir sind regelmäßig selbst vor Ort in Mumbai und sind immer wieder begeistert, wie viel Liebe und Wertschätzung die Mitarbeiter den auszubildenden Frauen entgegenbringen. Mehr Informationen zu unseren Partnern findest du unter www.chaiimfoundation.org .

[eyd] spendet 25 Prozent des Gewinns an Made for Humanity. Der Verein unterstützt aus diesen Mitteln die soziale Arbeit unserer Produktionspartner und garantiert, dass die Frauen neben der Arbeit auch Mathe- und Englischunterricht sowie tägliche Betreuung durch eine Sozialarbeiterin erhalten. Außerdem informiert Made for Humanity hierzulande bei Veranstaltungen und Seminaren über die Auswirkungen des Menschenhandels und der Zwangsprostitution. Die Zusammenarbeit auf einen Blick siehst du hier.

Wir arbeiten mit Stoffen aus organischer Erzeugung, die sich nicht nur gut anfühlen, sondern auch ökologische Kriterien für die Textilherstellung erfüllen. Das schont nicht unser Konto, aber unsere Haut und die Welt, in der wir leben.
Ein weiterer Faktor sind die Lohnkosten. Wir arbeiten nur mit Produktionspartnern, die faire Löhne bezahlen und sich darüber hinaus für Menschen einsetzen, die aus dem Menschenhandel befreit werden konnten.

Die Stoffe, die in unseren Partnerwerkstätten verarbeitet werden, kommen von GOTS-zertifizierten Firmen. Da unsere Nähwerkstatt aber noch nicht über ein Zertifikat verfügt und damit nicht die gesamte Produktionskette zertifiziert ist, dürfen wir die Kleidung nicht mit einem Siegel versehen. Ein Zertifikat für unsere Partnerwerkstätten ist eines unserer mittelfristigen Ziele, allerdings ist das ein langwieriger und teurer Prozess. Bis dahin konzentrieren wir uns darauf, [eyd] weiterzuentwickeln.

Unsere Kleidungsstücke enthalten keine tierischen Bestandteile. Vegan ist aber nicht unser Fokus. Wir können daher nicht garantieren, ob nicht irgendwo im Produktionsprozess tierische Bestandteile eingesetzt werden, zum Beispiel beim Ölen der Maschinen mit tierischen Fetten.

Die Motivation für [eyd] geht nicht zuerst von der Mode aus, sondern davon, den Frauen in unseren Partnerwerkstätten eine gute Lebensperspektive zu ermöglichen. Im Herzen sind wir darum humanitär, und zusätzlich läuft alles bio und fair.

Du kannst alle Artikel über unseren Online-Shop bestellen. Außerdem gibt es viele Geschäfte in Deutschland und anderen europäischen Ländern, die [eyd] in ihrem Sortiment haben. Hier kannst du sehen, ob es einen Laden in deiner Nähe gibt. Auch auf Messen und Veranstaltungen sind wir zu finden. Folgst du uns über unsere Facebook-Seite, unseren Blog oder unseren Newsletter, dann weißt du Bescheid, wo und wann.

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